Rassistisch sind doch nur Nazis.. oder? Warum das und mehr auch für die Buchcommunity relevant ist.

Vor einiger Zeit kündigte ich an, eine Post-Reihe zu verschiedenen Themen zu schreiben, die mit kritischem Denken und demnach auch kritischem Lesen zusammenhängen. Ich habe einiges an Literatur dazu da, wollte alles schön vorbereiten und möglichst geschickt schreiben, aber das beansprucht so viel Zeit, die ich im Moment nicht aufbringen kann, dass die Reihe dann wohl erst in hundert Jahren existieren würde - deshalb schreibe ich jetzt einfach drauf los und freue mich darauf, die Posts mit euch gemeinsam auf- und auszubauen; Ergänzungen, eigene Erfahrungen und weitere Gedanken sind absolut erwünscht. 

Wer mich jetzt schon eine Weile verfolgt, auch hier auf dem Blog, wird vielleicht irgendwie meine Entwicklung mitbekommen haben. Ich war, wie wie vermutlich die meisten hier, natürlich schon immer gegen Rassismus und andere Diskriminierungsformen gewesen, die ich mitbekommen habe. Allerdings habe ich in den letzten Monaten und Jahren viel Neues dazugelernt und blicke seitdem mit anderen, 'geöffneteren' Augen auf die Gesellschaft. Einige betiteln das als "Political Correctness-Wahn" (warum "Wahn" und andere Begrifflichkeiten problematisch sind, werde ich dann demnächst im Post zu Ableism behandeln) und bezeichnen damit die regelmäßige Kritik an Sprache und Strukturen, die rassistisch, sexistisch, ableistisch usw. sind. Allein Gender-Sternchen fallen für einige schon in die Kategorie. 
Mich in mein früheres Ich hineinversetzend, das niemandem Böses wollte, aber einfach zu wenig Wissen hatte, unterstelle ich auch jenen, die irgendwie diese Meinung teilen, erstmal Unwissen statt Böses. Wenn es dann Menschen sind, die sich in ihrem Unwissen nicht weiterbilden wollen, dann ist das wieder eine andere Sache; aber ich bin so naiv, an das Gute in Menschen zu glauben und möchte daher mit dieser Post-Reihe vielleicht ein, zwei Menschen mehr erreichen und ihnen neue Perspektiven ermöglichen. Perspektiven, die für mich, nachdem ich mich damit beschäftigt hatte, die einzig annehmbaren geworden sind. 

Zum Einstieg möchte ich auf Rassismus eingehen. Aus meiner Schulzeit erinnere ich mich daran, dass wir die Betitelung "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" bekommen hatten. Es wurde außerdem der Rassismus des NS-Regimes zutiefst verurteilt. Aber das ist es eben, was ich aus heutiger Sicht als keine alleinige Lösung betrachte. Natürlich ist das NS-Regime zutiefst zu verurteilen. Aber wir leben in einer postkolonialen und postnationalsozialistischen Gesellschaft. Beides hat das geprägt, was wir heute denken und sagen. Unsere Strukturen sind davon geprägt. Es reicht nicht, mit dem Finger auf etwas zeigend zu sagen, dass das verurteilenswert ist. Vielmehr müssen wir weitergehen und reflektieren. Wir haben alle postkoloniale und postnationalsozialistische Denkweisen verinnerlicht. Wir sind alle rassistisch
Ja, ich habe gerade auch dich rassistisch genannt. Tief durchatmen. Abwehrmechanismen und "Aber ich mag doch Vielfalt!" bringen uns nicht weiter. Genauso wenig wie diese Schul-Auszeichnungen, die ich eben erwähnte. Indem wir das abwehren, weil wir doch keine Rechten, Neonazis, AfDler oder sonst was sind, sorgen wir indirekt dafür, dass wir auch rassistisch bleiben. Don't be that person. 
Was ich sagen will: Wir haben alle Rassismus internalisiert. Zunächst einmal können wir ja nicht mal was dafür; niemand sucht sich aus, wie und wo er*sie geboren wird und wie er*sie sozialisiert wird. Aber wir suchen uns aus, wie wir damit umgehen und ob wir damit weitermachen. 

Dahinter steckt eine strukturalistische Ansicht. Strukturalismus bedeutet, ganz kurz gefasst, dass etwas nicht nur durch individuelle Handlungen geschieht, sondern gesamtgesellschaftlich eine Struktur bildet. Das heißt, es sind nicht nur Beschimpfungen. Dazu gehört auch, dass man ständig anders gemacht wird. Dass man aufgrund seines Namens oder Aussehens bestimmte Zuschreibungen erlebt. Dass man dadurch benachteiligt wird: bei der Arbeit, bei der Wohnungssuche, bei Flugreisen, bei Fahrkartenkontrollen, bei Polizeidurchsuchungen, usw. usf... Es zieht sich durch alle Instanzen und bildet dadurch einen Mechanismus, der ausschließt

Das bedeutet: einerseits geht es nicht nur um einzelne Individuen. Und andererseits ist jedes Individuum daran beteiligt. 

Doing race ist da ein Stichwort. Doing deshalb, weil sogenannte "Rassen" hergestellt werden. Auch wenn sie immer wie natürliche Kategorien behandelt werden, sie sind es nicht. Die Kategorien werden aktiv hergestellt. Das entkräftigt das Argument "Es gibt gar keine 'Rassen' und dadurch keinen Rassismus, wir sind alle gleich" - ja, aber gesellschaftlich eben nicht. Ungleiche gesellschaftliche Stellungen sorgen dafür, dass eben nicht alle gleich sind. Ein weiteres Argument, dem ich immer wieder begegne: "Der Islam ist keine 'Rasse', also ist das kein Rassismus, wenn wir was gegen Muslime sagen" - der Islam bzw. muslimische Menschen werden zu einer "Rasse" gemacht, indem sie mit bestimmten Denk- und Verhaltensmustern besetzt werden. Das heißt, dass Rassismus nicht einmal was mit dem herkömmlichen Verständnis des Begriffs "Rasse" zu tun hat. Rassismus besteht gänzlich aus Konstrukten.
(Edit: Ich wurde gerade noch darauf hingewiesen, dass "Rasse" stets mit Vorsicht zu behandeln ist, weil es im Deutschen anders besetzt ist als das englische race. Hier könnt ihr das nachlesen: *klick*
Den Hinweis verdanke ich diesem sehr empfehlenswerten Account, danke nochmal!)

Und wie erkenne ich jetzt meinen Rassismus? 
Die einfachste Art und Weise: Zuhören und bereit sein, zu reflektieren und zu akzeptieren. Definitionshoheit gewähren. Das heißt: jemand, der*die Rassismuserfahrungen gemacht hat, kann besser beurteilen, was rassistisch ist und hat dadurch eine berechtigtere Stimme. Oft höre ich "Das war aber nicht so gemeint", wenn jemand auf etwas Rassistisches hingewiesen wird. Und ich glaube das. Aber genau darum geht es. Internalisierter Rassismus ist die Norm, nicht die Ausnahme. Die meisten meinen es nicht so. Darauf kommt es nicht an. Es kommt darauf an, wie das Gesagte oder Getane ankommt. Eine gute Absicht rechtfertigt nicht, auf Rassismus zu beharren.

Ich möchte euch ein paar Situationen aus meiner Erfahrung schildern, die es vielleicht deutlicher machen. Zum Beispiel hatte ich bis vor kurzem noch einen türkischen Pass, weil man damals noch die Staatsbürgerschaft der Mutter übernommen hat, auch, wenn man in Deutschland auf die Welt gekommen ist. Mir war das absolut egal, ist doch nur ein Wisch, dachte ich damals. Bei Ausflügen oder Klassenfahrten fiel es aber immer wieder auf, weil ich die einzige war, die so ein Heftlein mit hatte, statt eines normalen Persos. Und irgendwie kam es dann dazu, dass ich immer wieder, wenn es darum ging, von einer Freundin darauf hingewiesen wurde, dass ich doch langsam mal die Staatsbürgerschaft wechseln sollte. Ich sei doch gar nicht wirklich türkisch, ich müsste doch einen deutschen Pass haben. Damals konnte ich das nicht als Rassismus benennen, ich wusste nicht einmal, warum mich diese Aussagen von ihr störten, ich wusste nur, dass sie es taten. Mit ein paar Jahren Abstand ist mir das bewusster. Ich unterstelle ihr keine böse Absicht. Sie wollte mir vielleicht damit sagen "Du bist doch nicht anders, du bist doch Eine von uns". Aber mir gab es das Gefühl, falsch und anders zu sein. Als sei ein türkischer Pass etwas Schlechteres. Und woran erkennt man überhaupt, ob jemand mehr türkisch oder mehr deutsch ist? War ich nicht mehr wie 'die anderen da', weil ich 'gut integriert' war? 

Ein anderes Beispiel ereignete sich erst vor ein paar Wochen an der Uni bei einem meiner Lieblingsdozenten. Wir sprachen über Emilia Galotti und das Ende, in dem Emilias Vater sie tötet, um sie und sich wieder reinzuwaschen - quasi. Dies bezeichnete der Dozent als "eine Art Ehrenmord", was ja in der heutigen westlichen Gesellschaft etwas sehr Befremdliches sei. Das möge für andere Kulturkreise noch anders aussehen, sagte er danach noch, und schaute direkt meine beiden (kopftuchtragenden) Sitznachbarinnen und mich an. Als sei das nicht schlimm genug: Es hat keine*r eingegriffen. Dort saßen lauter Lehramtsstudierende und keine*r hat bemerkt, was dort geschehen war oder aber hat nichts gesagt, warum auch immer. Auch wir haben erstmal nichts sagen können, weil wir wie vor den Kopf gestoßen waren. Es war eine unglaublich unangenehme Situation und ich war Tage danach noch aufgewühlt.
Allerdings haben wir uns nach der Sitzung getraut, zum Dozenten zu gehen und ihn direkt darauf anzusprechen. Ich wünschte, ich könnte sagen, dass er die Kritik angenommen und verstanden hat, aber wir mussten ihm Erklärung auf Erklärung liefern, warum das Verhalten nicht okay war und warum wir genauso wenig mit "Ehrenmorden" zu tun haben wie vermutlich alle anderen im Raum. Er hat sich am Ende entschuldigt, aber ich glaube nicht, dass er so richtig verstanden hat. Er war in Eile und nicht offen dafür, sich (in dem Moment?) zu reflektieren.

Das waren jetzt zwei Beispiele, die deutlich machen, dass Rassismus sich einerseits nicht auf rechtsradikale Übergriffe beschränkt und anderseits sehr alltäglich ist und vorkommt. 

Was hat das jetzt mit der Buchcommunity zu tun? 
Alles. Wenn jede*r Rassismus verinnerlicht hat, dann spielt auch in allem verinnerlichter Rassismus eine Rolle. Selbst wenn es in einem Buch nicht offenkundig um Konflikte dieser Art geht, könnt ihr so, so vieles beobachten, um festzustellen, ob etwas Rassismus produziert. Sind die "bösen" Charaktere Nicht-Weiße? Sind die Nicht-Weißen in dem Buch klischeehaft dargestellt? Oder generell falsch? Der aller häufigste Fall ist wahrscheinlich, dass ein Buch überhaupt keine Nicht-Weißen Charaktere beinhaltet. Wir nehmen Weißsein als die Norm wahr, hinterfragen das nicht und bilden uns danach unsere Vorstellungen. Bücher mit nur weißen Charakteren (oder nur heterosexuellen oder nur 'gesunden' Charakteren) sind kein realistisches Abbild unserer Gesellschaft. Die bewusste oder unbewusste Entscheidung, Charaktere nur weiß zu gestalten, sagt auch schon viel aus. Warum nicht einfach mal einen Schwarzen Helden in einem High Fantasy-Roman? Elfen, Orks und Einhörner sind für die Vorstellungskraft kein Problem, aber vielfältige Charaktere schon? Ein Charakter muss nicht immer eine Agenda haben, wenn er einfach nicht-weiß ist.
Ein anderes Beispiel: Katniss Everdeen wird in The Hunger Games mit olivfarbener Haut beschrieben. In den Filmen wird sie von einer weißen Schauspielerin dargestellt. Der Begriff dafür ist "White-Washing". Oft werden nicht-weiße Charaktere auch auf den Covers weiß dargestellt. Verkaufen die sich besser? Und wenn ja, was sagt das aus? 

Vielleicht fragt ihr euch noch, was das eigentlich für einen Unterschied macht. 
Was finden wir besonders schön am Lesen? Wenn wir uns identifizieren können und wenn wir auf etwas hinaufblicken können. Jeder Mensch verdient es, genug Identifikationsmöglichkeiten zu haben und nicht als Nicht-Norm zu gelten. Held*innen in Büchern müssen uns alle wiederspiegeln; nicht nur einen Teil von uns. 

Seid einfach wachsam. Lest kritisch. Und hört zu, wenn Betroffene sagen, dass etwas, z.B. ein Buch, Rassistisches beinhaltet. Hinterfragt die Auswahl, hinterfragt, welche Rollen wer übernimmt und was als 'normal' gilt und was nicht. Ich sehe bereits einen positiven Wandel in den aktuellen Veröffentlichungen - es darf gerne noch mehr werden. 

Ich weiß, dass das einigen aus der Community zu 'anstrengend' ist. Sie möchten im Hobby nicht mit der Härte des Lebens konfrontiert werden oder haben irgendwelche anderen Gründe dafür. An dieser Stelle ist es passend, den Begriff der Privilegien einmal aufzugreifen. Es ist ein Privileg, wenn man sich von diesen Themen entfernen kann, weil sie einen nicht betreffen. Jeder Mensch, der in bestimmten Kontexten nicht marginalisiert ist, genießt Privilegien. Weiße Menschen genießen in der Regel die meisten Privilegien, weil sie überall repräsentiert werden und als Norm gelten (Stichwort "White Privilege"). Privilegien zu genießen bedeutet auch, mehr Macht zu haben. Das ist ein Aspekt des Struktur, die ich oben versucht habe, aufzudröseln. Bei dieser Struktur / diesem Mechanismus spielt Macht eine ganz große Rolle. Bestimmte Menschengruppen werden mehr benachteiligt als andere. Warum? Weil die einen mehr Privilegien und Macht genießen als die anderen. Rassismus schließt auch immer Herrschaftsmechanismen und Macht ein. Deshalb ist es kein Rassismus in dem Sinne, wenn ein nicht-weißer Mensch einen weißen Menschen "Kartoffel" nennt, weil dieser weiße Mensch dadurch nicht gesamtgesellschaftlich Benachteiligung erfährt. Stellt es euch mit einer Treppe vor. Weiße Menschen stehen auf der höchsten Treppenstufe, nicht-weiße Menschen weiter unten. Wenn von unten nach oben getreten wird, wird die oben stehende Person nicht mal richtig getroffen. Wenn von oben nach unten getreten wird, fällt die Person jedoch noch tiefer. Sie wird in den meisten Bereichen des Lebens im Vergleich zu weißen Menschen mehr benachteiligt. 

Es ist fast verständlich, dass man, wenn man oben steht, dazu neigt, diese Themen außen vor zu lassen. Aber das wäre anders, würden sie weiter unten stehen. Hier heißt es: Privilegien bewusst machen, reflektieren und gemeinsam mit denen, die diese nicht haben, dafür sorgen, dass sich das ändert. Solange diese Privilegien existieren, ist unsere Gesellschaft nicht frei von Rassismus. 

Okay, das war jetzt sehr viel, sehr chaotisch, sehr knapp und sehr unvollständig. Trotzdem hoffe ich, dass ich einen Anstoß geben konnte und freue mich über jegliches Feedback. Fragen, Ergänzungen, eigene Erfahrungen oder andere Gedanken sind sehr willkommen! Wie steht ihr zu der ganzen Thematik, sowohl generell als auch in Bezug auf die Buchcommunity? Vielleicht habt ihr auch Beispiele für Bücher, in denen euch Rassismus aufgefallen ist? Ich freue mich auf einen regen Austausch.

Kommentare

  1. ich finde es gut, dass du die reihe machst, denn dir hören die menschen zu. du willst nicht verurteilen und die tür zuschlagen, sondern den blick schärfen. natürlich tut es weh, immer wieder zu hören, alle menschen sind rassisten, auch du. aber seit du angefangen hast, darüber zu reden, höre ich meine Gedanken kritischer und kann sagen, ja das kommt vor. vorurteile, Zuschreibungen, what not. mich würde interessieren, wie das bei dir ist. wo entdeckst du rassistisches denken bei dir selbst und wie gehst du damit um? charlotte

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    1. Es freut mich, dass ich Anstöße und das Wissen (weiter-)geben kann. <3
      Ich merke das relativ regelmäßig, aber meist im Nachhinein. Zum Beispiel fand ich in meiner Schulzeit "typische Türken" (Zitat) so negativ, dass ich mich oft davon abgrenzen und möglichst integriert wirken wollte. Teil des Systems und so. Und natürlich dürfen diskriminierende Denkmuster bei Türk*innen und Deutsch-Türk*innen auch nicht unter den Teppich gekehrt werden. Antisemitismus und Antiziganismus sind zum Beispiel Mechanismen, denen ich immer noch begegne, die ich lange internalisiert hatte und die ich selbst ablegen musste. Ich muss auch immer wieder aktiv reflektieren, dass Araber*innen eben nicht alle so oder so sind, wie es von überall her erzählt wird ("bei denen kauft man keine Autos", "die essen wie ..." usw.) - es ist ein ständiger und mühseliger Prozess!

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  2. Liebste Elif,

    ich kann dir nur applaudieren zu diesem großartigen Artikel. Ich habe mich übrigens durch "Wir sind alle rassistisch" nicht angegriffen gefühlt, was vielleicht aber auch daran liegt, dass ich dieses Schockmoment schon vor ein paar Jahren hatte und inzwischen (hoffentlich) sehr darauf achte.

    Dein Artikel ist nicht chaotisch, er ist sehr umfassend, und am besten finde ich, dass du erklärst, warum weiße keinen Rassismus erfahren können. Genauso wie White Washing und White Privilege. Toll gemacht, und man kann es gar nicht oft genug wiederholen.

    Es tut mir leid, dass du ausgerechnet mit deinem Dozenten diese Erfahrung machen musstest, auf der anderen Seite habe ich soviele Vorurteile und unverblümten Rassismus in der Uni erlebt, gerade Muslim*innen gegenüber, es wundert mich nichts mehr.

    Ich freue mich schon auf die anderen Artikel dieser Reihe, denn auch wenn manche ihr Hobby lieber stressfrei haben, sowas gehört in alle Bereiche des Lebens bzw. passiert in allen Bereichen.

    Cheerio
    Mareike

    PS: Sollte es hier weiße geben, die sich etwas weiterbilden möchten, denen sei "Deutschland Schwarz Weiß" von Noah Sow wärmstens ans Herz gelegt. Man sollte allerdings darauf gefasst sein, dass die Lektüre unangenehm sein wird.

    PPS: Was ich persönlich auch schwierig finde sind rassistische Aussagen auch in einem ironischen/überspitzen Kontext. Ich finde sie einfach nicht lustig, und musste gerade gestern erst erleben, dass mir vorgewurfen wurde "Ja, aber dann verstehst du den Humor dahinter nicht." Und ich dachte: "Ja, die Lady will vielleicht darauf aufmerksam machen, dass solch rassistischen Sprüche zum Klischee gehören - aber erstens ist das gerade nicht Thema (sondern Dating), zweitens ist sie weiß und drittens habe ich auch das Recht, sowas nicht witzig zu finden ohne gleich einen Stock im Arsch zu haben."

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    1. Liebe Mareike,
      ich danke dir sehr für deinen Zuspruch! Es freut mich total, dass das bei einigen so gut ankommt. Deinen Literaturtipp gebe ich gerne weiter! Vor einigen Tagen ist auch "Unter Weißen" erschienen, was ebenfalls dazu passen wird, denke ich.
      Zum Humor kann ich dir auch nur zustimmen, habe mich ja vor ein paar Tagen über die Führer-Comics ausgelassen und nur noch einmal mehr gesehen, dass ich rassistischen/sexistischen/ableistischen Humor ganz schwierig finde.

      <3

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  3. Super Artikel! Dein Absatz über Privilegien und wie diese den Leseverhalten beeinflussen fand ich sehr gut - es ist auch essentiell das dieses benannt wurde. Gerade letzte Woche hatte ich ein Gespräch mit einigen Bekannt_innen, dass es sexistisch und_oder rassistisch ist, gezielt Bücher auszusuchen die von Frauen und_oder POC geschrieben sind. Was mich sehr nervt, sind Menschen die nur aus Spaß mit dir über Rassismus diskutieren wollen, weil die es witzig finden, wenn man selbst emotional wird und über die Notwendigkeit von Unterstützung für Minderheiten verteidigt - was daran witzig ist, werde ich nie verstehen, und es ist auch eine Verschwendung von meine Zeit.

    Ich wollte sogar Hunger Games lesen wegen Katniss, da oliv-farbend oft ein Synonym für meine Hautfarbe ist, aber nach dem sie von Jennifer Lawrence gespielt wurde und Menschen die Wahl verteidigt hatten, wollte ich nicht mehr. Klar gibt es auch Menschen aus Spanien/Italien die eine ähnliche Hautfarbe hatte, aber die wurde sehr racially ambiguous geschrieben und es wäre eine tolle Möglichkeit gewesen für eine nicht-weiße Schauspielerin. Das find ich auch sowieso nervig, wenn Leser_innen es nicht für möglich halten, dass eine POC Figur_in helle Augen haben kann und ein Tan bekommen kann. Es macht einige POC unsichtbar.

    Wie du schon weiß, bin ich total für Diversity in Büchern. Ich merke, dass die #ownvoices Bücher die ich lese, sich fast nie durch Vorurteile über die Ethnie (und andere Marginalisierungen) inspirieren lassen.

    Was mich sehr fertig macht über die Bücher Community sind die Blogger_innen, die sagen, dass die für Diversity sind und dies unterstützen und kenntlich machen wollen, wenn die zufällig so ein Buch lesen. Diversity Bücher gibt es aber so wenige, dass man sich schon die Mühe machen muss diese zu suchen, denn überlässt man es den Zufall, so liest man weniger Diversity Bücher. Außerdem ist nicht gleich jedes Buch vielfältig, nur weil es ein_e Figur_in gibt die marginalisiert ist - manchmal ist es nur ein 'Diverse Costume'. Solche Bücher den Stempel eines Diversity Buches zu geben, finde ich so schlimm, denn es kann zu weiteren Vorurteilen führen und Menschen mit diese Marginalisierung(en) verletzen.

    Hättest du Interesse den Post vllt. bei Naz (http://readdiversebooks.com/read-diverse-2017-reading-challenge-book-review/) zu verlinken (dich habe schon Spanische Beiträge gesehen, und du könntest sonst fragen, wie er zu Deutschen Beiträgen steht)? Ich fände es aufjedenfall ein super Beitrag.

    Das ist gerade ein sehr langer Aufsatz geworden.

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    1. Liebe Sinead,

      danke für deinen "Aufsatz", von dir lese ich die besonders gerne. :D Und auch danke für deinen Zuspruch!

      Ich muss zugeben, als ich damals die Hunger Games gelesen hatte und sie später verfilmt wurden, habe ich das nicht gewusst. Irgendwie muss ich das überlesen haben (auch schon Teil des Problems), aber ich habe im Laufe der letzten Jahre absolut die Lust an den Filmen und an Jennifer Lawrence verloren, nachdem sie sich so oft so problematisch verhalten hat.

      Ja, für manche ist Diversity nur so lange cool, wie es bequem ist; das fällt mir auch oft auf. Da wird bei einem Buch, das einem nicht gefällt, auf solche Dinge geachtet, aber bei einem anderen, das einem zusagt, wieder ein Auge zugedrückt. Doppelmoral hilft da nicht weiter.
      Ich find's cool, wie du das machst! Mach weiter so. :) <3

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  4. Hallo Elif,
    ich kann dir nicht in allem zustimmen und finde manches auch grenzwertig ausgedrückt. Ich finde zum Beispiel sehr wohl, dass es zählt ob jemand etwas nicht so meinte, wenn die Perrson es ehrlich meint. Zum anderen kommt bei manchen Menschen auch manches viel heftiger an als bei anderen. Das kann man glaube ich nicht pauschalisieren. Ich finde jeder hat auch eine gewisse Eigenverantwortung.
    Auch finde ich nicht, dass eine Abgrenzung zu deinen genannten Rechtsdenkenden Gruppierungen nicht gleich bedeutet, dass man rassistisch denkt. Wenn eine Person sich sehr klar über ihre Einstellung ist, kann man das sehr wohl äußern, ohne rassistisch zu sein. Denn eine Abgrenzung zu solchen Gruppierungen bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass man manche Vorurteile, oder Versäumnisse, bei sich nicht sehen kann. Ich bin der Meinung, dass man da schon etwas mehr differenzieren sollte, gerade bei so einem wichtigen und vielschichtigen Thema.
    Liebe Grüße, Petra

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    1. Liebe Petra,
      ich befürchte, wir haben unterschiedliche Grundlagen. In meinem Beitrag habe ich versucht, die Basics aufzudröseln, vielleicht ist es mir doch nicht so gut gelungen. Jedenfalls ist es ganz wichtig, diese strukturalistische Perspektive nachzuvollziehen, damit der Rest auch Sinn macht. Das bedeutet: Es gibt ein System, in dem wir leben (und das meine ich ganz ohne Verschwörungstheorie) und dieses System war nicht einfach so da, sondern hat einen historischen, in diesem Fall postkolonialen und -nationalsozialistischen Kontext. Da die letzten Jahrhunderte und Jahrzehnte von Rassismus geprägt waren, leben auch wir in diesem Kontext des "Danach", der aber noch nicht alles überwunden hat. Und ein System bedeutet, dass jede*r Teil davon ist, manche mehr, manche weniger. Selbstverständlich sind rechtsradikale Terrorist*innen anders einzustufen. Aber Rassismus beginnt nicht erst da. Es ist ganz wichtig, dass diese "Allergie" gegen den Begriff Rassismus überwunden wird, damit wir in einen offenen Diskurs treten und ihn überwinden können, Schritt für Schritt.
      Vieles von dem, was du schreibst, geht an dem vorbei, was ich geschrieben habe. Aber wie gesagt, womöglich liegt es an mir und meiner Erklärweise. Ich würde dir ans Herz legen wollen, dir vielleicht mal Publikationen von Deutschen mit "Migrationshintergrund" anzuschauen, die ebenfalls zu solchen Themen schreiben:

      Noah Sow: "Deutschland Schwarz Weiss: Der alltägliche Rassismus"
      Mohamed Amjahid: "Unter Weißen: Was es heißt, privilegiert zu sein"
      Fatima El-Tayeb: "Undeutsch" oder "Anders europäisch"

      Ich hoffe, ich konnte dir trotzdem ein paar Anstöße geben und dass du an dem Thema dranbleibst! Ich würde mich freuen, es prägt die Realität vieler Menschen in Deutschland und sollte viel mehr thematisiert werden.
      Liebe Grüße,
      Elif

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    2. Hallo Elif,
      hmm also du hast jetzt quasi gerade alles nochmal geschrieben, was du oben sagtest, aber auf die Punkte, die ich genannt habe passt das nicht so ganz. Die beiden Punkte die ich genannt habe gehen überhaupt nicht an deinem Beitrag vorbei, sondern sie stehen da drin ... mit deinen Worten. Nun ja, egal.
      Gruß

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    3. Liebe Petra,
      tut mir leid, wenn ich etwas missverstanden haben sollte, aber du schriebst doch, dass die Absicht für dich schon zähle und dass sich nicht alle gleich angegriffen fühlen von etwas. Das sehe ich anders und habe versucht, mich nochmal zu erklären. Aber es läuft wohl auf agree to disagree hinaus?
      Liebe Grüße,
      Elif

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  5. Hi,
    Der Artikel hat, finde ich, sehr gute Gedankengänge. Beim Abschnitt über die Figurenbeschreibungen in Büchern bin ich jedoch gestolpert. In vielen Büchern, die mir begegnet sind, ist die Hautfarbe gar kein Thema. Da wird vielleicht mal die Haar-oder Augenfarbe erwähnt, mehr auch nicht. Den Rest überlässt der Autor meiner Fantasie

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    1. Vielen Dank, das freut mich. :)
      Ich kann nicht genau benennen, warum mir das nicht reicht. Also, einerseits, klar, es ist gut, es der Fantasie zu überlassen. Aber wenn es ein Gegenwartsroman (also keine dystopische/fantastische Welt oder so) ist, dann würde, wäre die Person 'of Colour' das Erlebte auch danach aussehen; sonst wäre der Roman nicht sehr authentisch. Wenn also ein Charakter ruhig Schwarz gelesen werden kann, so wäre es jedoch nicht stimmig, wenn dieser Charakter im Laufe des Buches nicht 1x mit dem 'Schwarzsein' konfrontiert würde, weil es nicht der Lebenswelt Schwarzer Menschen entspricht. Weißt du, wie ich das meine? Ich glaube, das wäre das Ideal, wäre unsere Gesellschaft frei von Diskriminierung. Da sie es noch nicht ist, reicht Nicht-Benennung nicht aus.
      Liebe Grüße!

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  6. Ich hatte gestern Abend schon mal versucht, einen Kommentar zu verfassen, aber zwei Uhr morgens klappt nicht dann doch nicht ganz so prima. Also nächster Anlauf!

    Erst einmal – vielen Dank für deine Arbeit und den tollen Artikel! Der auch gar nicht chaotisch oder dergleichen ist. :) Und ich applaudiere deinem Mut, es ist nicht einfach, sich so öffentlich hinzustellen.

    Kritisches Lesen – neben kritischem Denken generell – ist heutzutage auch echt wichtiger denn je. White-Washing in Filmen und auf Covern hast du ja schon erwähnt, und ganze Charaktergruppen mit (fast) nur weißen Figuren. Und dann jetzt wieder/immer noch Bücher wie "Carve the Mark", oder eigentlich alles, was Jay Kristoff geschrieben hat und wohl noch schreiben wird, so wie er auf Nachfragen reagiert – und wie viele Leser*innen noch auf solche Titel reagieren bzw. nicht reagieren. Die Mehrheit der Lesenden ist zwar nicht zwangsläufig online unterwegs, aber wenn sich mehr der weißen Lesenden diese Worte und die zig anderer zu Herzen nehmen würden … nun, derart weiße Bücher wären wenigstens weniger erfolgreich.

    Und jetzt weiß ich immer noch keinen guten Abschluss für den Kommentar, deswegen einfach: Ich hoffe, dass du ein schönes Wochenende hast!

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    1. Ui, vielen lieben Dank, ich freu mich so!

      Ja, es gibt leider allein im YA-Bereich so viele Beispiele dafür, sowohl von Autor*innen, als auch von Leser*innen ausgehend. :( Was mir auch einfällt, der Sarah J. Maas-Mob, der bei jeglicher Kritik anfängt, loszutreten. Auch auf V.E.Schwab und Maggie Stiefvater habe ich seit ihren Statements bzw. Nicht-Statements keine Lust mehr. Manche mögen das noch von den Endresultaten/den "Kunstwerken" trennen können, aber ich bin nicht die Art von Leserin.

      Jedenfalls vielen Dank für deinen Kommentar. <3

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    2. Stimmt, SJM hatte ich gerade gar nicht mehr auf dem Schirm bzw. scheine ich bei Victoria Schwab auch etwas verpasst zu haben; was war denn bei ihr? Ich hab gerade mal gegoogelt und Kritik gab es, weil "Vicious" auschließlich (? ich habe noch keines ihrer Bücher gelesen) weiße Charaktere hat, worufhin sie im Grunde nicht reagiert hat? (Und dann gab's ja mal dieses furchtbare Video gegen Diversity einer Leserin.) Meintest du das?

      Ich kann dich da aber sehr gut verstehen, auf allerlei Themen bezogen. Oftmals stellt sich mir dann auch die Frage, ob ich diesen Personen wirklich etwas von meinem Geld geben möchte, wenn ich weiß, dass z.B. Brandon Sanderson queerphob war und aller Wahrscheinlichkeit nach auch noch ist, selbst wenn es sich nicht in seinen Büchern zeigen sollte.

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    3. Genau, also es ging darum, dass sie irgendwie meinte, sie wolle keinen "bösen" Charakter Schwarz gestalten und hat sich einfach sehr verrannt, nachdem Schwarze Aktivist*innen sie darauf hingewiesen hatten, warum problematisch ist, was sie getwittert hat. Viel mehr als ihre Aussage waren ihre Reaktionen irgendwie enttäuschend. Inzwischen ist bestimmt das meiste gelöscht.

      Ja, das kann ich total nachvollziehen. Mir geht es nicht mal darum, dass alle auf Teufel komm raus diverse schreiben; aber äußern sie sich in irgendeiner Weise -istisch und zeigen sich uneinsichtig, dann bin ich ziemlich raus.

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  7. Im Prinzip finde ich diesen Beitrag richtig toll, stimme aber doch eher zu 90% zu.

    Das Stichwort, das beim Thema Rassismus oft außer Acht gelassen wird, ist der soziale Status. Ich stimme nicht mit der "Der weiße Mensch steht hoch oben"-Annahme hier zu, weil das nicht wirklich stimmt - außer man will nur einen sozialen Aspekt betrachten. Politisch, wirtschaftlich, ökologisch gesehen stehen unter den einflussreichsten Menschen verschiedene Ethnien und Hautfarben ganz weit oben. Siehe Machthaber unserer Welt, die Menschen die Konzerne leiten und welche uns tagtägliche beeinflussen. Aber wieso werden dann trotzdem schwarze/braune Menschen als zweiter Klasse/anders empfunden von uns, der Gesellschaft, gar von den Betroffenen selbst? (Also nicht bewusst, es ist eben die Art von unterschwelligem Rassismus, die du hier ansprichst).
    Zum einen sind es natürlich die Medien - White Washing etc.

    Trotzdem ist Beyoncé zurzeit die Popqueen würde man sagen. Trotzdem ist Jackie Chan eine Kultfigur.Trotzdem sind die bekanntesten Victorias Secret Models Südamerikanerinnen. Trotzdem werden Bücher wie Zorn und Morgenröte und andere 1001 Nacht Geschichten gefeiert.

    Trotzdem müssen wir uns daran erinnern, das #Blacklifematters. Trotzdem suchen wir vergeblich in Geschichten nach asiatischen Figuren als Hauptcharaktere. Trotzdem gibt es Touren durch Rio de Janeiros Favelas, wo weiße Touristen Fotos von dem Verderben der armen Schicht machen und als Mitbringsel mit nach Hause nehmen. Trotzdem werden arabische Schauspieler in Hollywood meist nur für eine Rolle gecastet: Für die des Terroristen.

    Aber why? Ist das nicht paradox, wenn man mal (nochmal und immer wieder und von jeder Seite) nachdenkt? Der Grund, warum ich nicht ganz mit deinem Artikel zustimme, ist, dass Rassismus zwar immer noch existiert, aber - wie ich finde - das Problem nicht mehr unbedingt im (un)bewussten Rassistisch-sein liegt.

    Lass mich das näher erklären.
    Was das Problem mit der Diversität unter anderem ist, das es zu sehr zu einem Problem gemacht wird.

    Ich möchte gerne als Beispiel die Autoren nennen, die du in einem Kommentar aufgelistet hast, und die schon in der ein oder anderen kontroversen Diskussion wegen dieses Themas geraten sind: Sarah J. Maas ist das beste Beispiel. Dass Maggie S. und V. E. Schwab auch schon damit konfrontiert waren, wusste ich gar nicht. Ich warte nur, dass demnächst Leute auf John Green, Markus Zusak und allen anderen Autoren auf dieser Welt springen, die, bevor es im Trend lag, andere zu verurteilen (Hah, siehe deinen Beitrag ^^), noch als moderne Klassiker gefeiert wurden. Weil John vielleicht viel auf Diversität gibt, aber doch immer nur einen weißen Hauptcharakter hat - und mittlerweile scheint das allein auszureichen, um Autoren in die Enge zu treiben. Nein, ich mag dieses Hobby von manchen Lesern ganz und gar nicht. Ich habe letztens einen Instagram-Account entdeckt, indem es darum ging Bücher mit Diversität zu lesen und darunter waren einige große Bookstagram-Accounts vertreten. Ich dachte: Cool! Gerne dabei, ich würde gern 'bunter' lesen.
    Dann habe ich den Account gefolgt.
    Bis ich ihre erste Rezension gesehen habe. In der Rezension haben sie konkrekt jeden Aspekt, der Diversität definiert/definieren sollte einzeln bewertet - Ob Charaktere vielfältig sind, Hautfarbe, LGBT, körperliche Beeinträchtigungen, Aussehen - sie haben all das an einem Buch bewertet - 1 stand für gute Repräsentation, -1 für schlechte und 0 für gar keine.
    Und ich weiß ehrlich nicht, wo ich anfangen soll, um zu beschreiben, wie unfassbar falsch so ein Wertungssystem ist.


    Forcierte Diversität ist gleich Rassismus für mich. Aber du hast natürlich auch recht damit, dass Autoren absolut kein Problem damit haben sollten, durch die Augen eines schwarzen Charakters zu schreiben, denn letztendlich GIBT es KEINEN Unterschied, vor allem wenn man ein Fantasyroman schreibt, wo die eigenen politischen Regeln gelten. Mensch ist Mensch ist Mensch.

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    1. (Zeichenzahl überschritten xD)

      Aber ich glaube nicht, dass Autoren verpflichtet sein sollten, etwas zu tun. Denn Rassismus wird nicht mit dem Finger auf jemanden zeigen gelöst. Das hast du ja selbst geschrieben. Und auch, dass es nicht böse gemeint ist - ich bin 100%ig sicher, dass es NICHT böse gemeint ist, denn von dem, wofür eben jene genannten Autoren stehen, kann es gar nicht sein, dass sie rassistisch sind oder es sein wollen oder whatever, oder? Ich glaube zumindest nicht, dass Sarah J. Maas, V. E. Schwab und Maggie Stiefvater diskrimieren wollen. Viel eher - so meine Theorie - a) sehen sie entweder zu viel von sich selbst in ihren Charakteren (innerlich, wie auch äußerlich, was vor allem bei Maas 99% stimmt) und/oder sie haben keinen persönlichen Zugang zu diesem Thema, um sich auf die Art, wie du in diesem Beitrag schreibst, damit auseinanderzusetzen und was in diesem Fall definitiv in ihrer Verpflichtung steht, ist: Sie sollten sich damit auseinandersetzen, als Personen der Öffentlichkeit die bestimmte Werte (an Jugendliche!) vermitteln. Das stimmt, aber die Herangehensweise, etwa sie zu boykotierren oder an den Pranger stellen wird den inneren Abwehrmechanismus - 'ich will nun mal nicht! Und ich bin der Autor meiner Geschichte, ich darf tun und lassen, was ich will, solange ich nicht konkret gegen etwas (Gutem) bin' - eher festigen, als ihn brechen zu lassen. Ich spreche als Hobbyautor von etwas, was ich selbst meine zu verstehen.

      Ich - Pakistani, in Österreich aufgewachsen, ehemals Muslim - schreibe seit zehn Jahren - hab lang gebraucht, um meine unbewusste rassistische Neigungen ausfindig zu machen. Meine ersten Werke hatten immer gleiche Charaktere. Die Jungs waren gebräunt, aber amerikanischer Herkunft und die Mädels weiß, mit roten und schwarzen Haaren, blauen Augen und möglichst das Idealbild der Schönheit. Laut Gesellschaft zumindest. Ich war 14 und ich war manipuliert von den Standards, die Medien mir vorgesetzt haben. Die Reihe, die ich damals geschrieben habe, war eine dystopische Version unserer Welt - in der Amerika das Land der Träume ist und - ja seriously - die Russen die Bösewichte. Wow, ja, ich weiß. Wie zum Teufel kommt eine 14-jährige in Österreich lebende dazu, ein Remake vom Kalten Krieg aus der Sicht von Amis zu schreiben? Ich realisierte allerdings echt früh, wie verdammt absurd das war und irgendwann kam die Frage für mich: Was zum Teufel ist überhaupt böse? Das kann man gar nicht wirklich personifizieren. Mein erster ausländische Charakter war eine Südamerikanerin, die bis heute eine Südamerikanerin geblieben ist. Mit einer bengalischen Mutter. Keine Ahnung, wieso, ich hatte einfach dieses Bild von ihr im Kopf. Denn so ticken Autoren meist - sie haben einfach eine Figur im Kopf und oft stehen Bruchteile der Charakterisierungen, Hintergründe und des Aussehens von Anfang an fest. Sowas kann man nicht wirklich kontrollieren und ich fände es noch jetzt innerlich zerreißend, wenn ich einen weißen Chara 'schwarz machen müsste'. Oder meinen schwarzen Charakter weiß for that matter. (to be continued xD)

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    2. (sorrysorrysorry)

      Dann mit 16 und nach einigen Selbstfindungsphasen wollte ich meine rassistischen Gedanken komplett ablegen und ich glaube, mich an den Russen irgendwie entschuldigen zu wollen, denn damals fing ich mit einer neuen Reihe an, die auf der ersten basierte und in der gezeigt wird, dass die Russen gar nicht so böse sind. Sie waren die Hauptcharaktere und weil ich, wie gesagt, besonders 'unrassistisch' wie möglich sein wollte, kreierte ich ein ganzes Team aus unterschiedlichen Hautfarben und Ethnien. Und jeder Teil der Reihe wurde aus einer anderen Sicht erzählt. Es gab alles, Engländer, Amerikaner, Afrikaner, Koreaner, natürlich die Russen ^^, heck, irgendwann sogar Araber und die beste Erkenntnis, die ich damals gemacht habe, war: Ich hab mich lange nicht mal getraut eine Figur zu haben, die aus meinem Geburtsland kommt. Wieso!? Wieso habe ich es nicht über mich gebracht? Ich hab auch diese Hürde irgendwann überwunden, genauso wie ich LGBT akzeptiert und respektieren gelernt habe (took me some time) und mittlerweile sind meine Bücher einfach ... Bunt. Weil ich mich irgendwann fragte, warum es mir so schwer fällt, wenn doch alle einfach Menschen sind.
      Und naja, die Frage beinhaltet die Antwort.

      Und vielleicht stellen sich zu wenige Leute diese Frage und Antworten erst/nur. Vielleicht ist das das wirkliche Problem. Und das passt doch, weil wie du herrvoragend sagst: Seid kritisch. Hinterfragt euch mal.

      Edit: Wobei auch wichtig ist zu erwähnen, dass viele Angst haben etwas falsch zu machen, wenn sie mal diesen Schritt wagen. Angst, rassistisch zu sein, obwohl man genau das vorbeugen will? Mal so ein Gedanke.

      Aber wie gesagt, Leute dazu zu bringen, dass geht, wie ich finde, nicht indem man bei den Oscars Filme nominiert in denen es konkret um das Problem der schwarzen Communnity in Amerika geht. Ich mein, es ist wahnsinnig toll, dass es diese Filme gibt. Aber wäre es nicht cooler, wenn es mehr Filme gäbe, die einfach schwarze Hauptcharaktere haben, ohne dass das die Hauptthematik ist? Wenn auch Bücher über Diversität gefeiert werden, in denen es nicht um das Thema Diversität gibt? Ich meine, im Grunde meinst du ja genau das, als du über die Autoren sprichst, die eben nur weiße Figuren haben. Es wäre echt total super, wenn sie einfach so mal einen farbigen Protagonisten einbauen - und kein Drama daraus machen. Oh Mann, das fände ich persönlich einfach so schön. Auf Goodreads gehen und weder die Weißgeschwaschenen noch die explizit auf das Thema Diversität reduzierten Bücher zu sehen - sondern einfach die bunte Welt. Aber bis das passiert, nun. Ich werde weiterhin Maas lesen, weil sie wenn nicht das, dann verdammt viel Frauenpower hat. Und Maggie, weil ich ihre Figuren liebe und Schwab, weil sie das Thema Gut und Böse so natürlich in ihren Geschichten webt. Weil sie alle doch ihren Beitrag leisten und ja, bei manchen Dingen etwas missen - aber ich kann sie deswegen nicht verurteilen. Und vielleicht ist das auch eine Form unbewusstes Rassismus'. Aber zu diesem hier stehe ich dann doch.

      Oh Mann. Ich hab so viel Geschrieben und hab das Gefühl zu keiner Conclusion zu kommen. Dieses Thema ist echt sooo groß. Und viel und komplex vor allem.

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    3. (sorrysorrysorry xDDD)

      Deinen Beitrag finde ich wie gesagt toll, weil er einige neue Apskete beschreibt und gut als Dikussionsgrundlage dient. Wohingegen oft #gegenrassismus Anhänger andere Sichtweisen komplett abblocken bzw zu emotional werden. Ist es bspw. gut, dass so gegen Trump gehetzt wird? Er mag ein Mistkerl sein (sorry), aber ihn als Mistkerl zu bezeichnen bringt mir nichts, wie man sieht. XD Hier kommt wieder dieses 'Ja, meckern kann jeder, aber selbst mal was positives beitragen, Hmpf'.
      Hmpf.
      Hach, ich weiß nicht. Man muss sehr viel beachten und ich glaube, auch weit in die menschliche Psyche graben, um weiterzukommen. Es scheint zwar, dass wir in den letzten 100 Jahren nicht viel Progress gemacht haben, aber das stimmt nicht wirklich.
      Und naja. Was die Zukunft betrifft, bin ich immer ein Optimist. Ich denke, wenn ich als eine Homophobe mich innerhalb von drei Jahren zu einer Person entwickeln konnte, die sich als queer bezeichnet, dann kann das jeder. Wir sollten nur alle unseren Beitrag dazu leisten - am besten so natürlich, wie möglich.

      Interessanter Beitrag, den ich dir dazu noch kurz empfehle:
      http://www.independent.co.uk/voices/oscars-la-la-land-moonlight-arab-muslim-actor-audition-terrorist-i-am-done-a7595261.html?cmpid=facebook-post

      Auf jeden Fall, sorry für diese Eskalation an Worten xDDD OMG, das ist ein wenig ausgerastet. Aber danke dir für diesen Beitrag! (und danke an Geekgeflüster, dass sie mir diesen tollen Blog gezeigt hat *_*)

      Jetzt stöbere ich mich mal hier durch :)

      LG
      Mewa

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    4. Liebe Mewa,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich weiß nicht so ganz, wie ich teilweise deinen Tonfall deuten soll/kann, wenn ich ehrlich bin, aber ich schiebe das jetzt einfach mal darauf, dass das Thema an sich so geladen ist. : )

      Was du eingangs beschreibst, möchte ich in meinen weiteren Beiträgen weiter aufschlüsseln – da soll es auch um Sexismus, Ableism, Klassismus und im Zuge dessen um Intersektionalität gehen. Es ist nicht nur ein Mechanismus, der in unserer Gesellschaft greift, es gehen viele Hand in Hand.

      Ich denke, im Grunde sind wir uns auch einig und eventuell habe ich bei dir, weil du selbst schreibst, einen wunden Punkt getroffen; ich möchte keine Diversität erzwingen, wie du es schreibst. Mir ist auch ziemlich egal, dass Maas, Schwab, Stiefvater usw. keine PoC einbauen, zunächst jedenfalls – bei den Beispielen ging es mir vielmehr um die Reaktionen der Autorinnen auf Kritik. Ich heiße sicher nicht gut, wenn Autor*innen auf einer persönlichen Ebene angegriffen werden. Allerdings heiße ich diesen „Trend“, den du abwertend beschreibst, gut. Und ich glaube, er ist darauf zurückzuführen, dass PoC durch Social Media die Chance haben, ihre Stimme kenntlich zu machen. Sich gegenseitig zu empowern und dafür einzustehen. Und nein, dass forcierte Diversität Rassismus sei, das kann ich auch nicht unterstützen. Darum ging es mir in meinem Beitrag, als ich Machtgefälle beschrieben habe. Von unten nach oben funktioniert das nicht. Es mag unfreundlich und allerhöchstens diskriminierend sein, aber Rassismus ist das nicht.

      Zu deinem Satz: „ich bin 100%ig sicher, dass es NICHT böse gemeint ist, denn von dem, wofür eben jene genannten Autoren stehen, kann es gar nicht sein, dass sie rassistisch sind oder es sein wollen oder whatever, oder?“ – auch das sehe ich anders. Jemand muss nicht diskriminieren wollen, um zu diskriminieren. Wir müssen aufhören, als „rassistisch“ nur das zu benennen, was extrem ist. Auch Alltägliches kann rassistisch sein. Wir sind es alle. Das ist ein ständiger Prozess, das lässt sich nicht einfach so eben ablegen. Aber genau deshalb ist das Zuhören von betroffenen Stimmen so wichtig.
      Und für Autor*innen gibt es Leute, die drüberlesen, um genau solche Fettnäpfchen zu erkennen, wenn mal etwas falsch dargestellt werden sollte. Ich glaube, sensitive readers oder so war der Ausdruck, der mir begegnet ist. Jedenfalls: hast du einen türkischen Charakter eingebaut, lass ein paar Türk*innen drüberlesen. Wenn die’s okay finden, hast du die Sicherheit. Nur als Beispiel.

      Jedenfalls danke für deinen Kommentar und den Input. Ich würde mich auch zu den „#gegenrassismus-Anhänger*innen“ zählen, hoffe aber, dass es mir gelungen ist, nicht „zu emotional“ zu werden. : )
      Letztendlich bin ich auch Optimistin – sonst würde ich gar nicht erst den Versuch wagen, Rassismus und weitere Ismen aus der Welt zu schaffen. :D Ich glaube an uns. Wir kriegen das hin. Wir müssen nur offen dafür sein.

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    5. Also, ich wollte definitiv niemanden angreifen und hab den Text mehr wie einen inneren Monolog geschrieben - also wie 'Ich denke nach, während ich schreibe' :) Als würde ich ein Kreuzworträtsel lösen, um ein Begriff ausfindig zu machen - um es mal bildlich darzustellen, haha :D

      Ich freue mich schon auf deine weiteren Beiträge :)

      Also, ja, ich kann mich definitiv in die Rolle eines Autoren versetzen. Es ist nur so, weißt du, ich persönlich hab bisher nichts veröffentlicht - und seit diesem Trend vergeht mir eben auch immer mehr die Lust, denn es fühlt sich an, als würde nichts mehr ausreichen. Irgendwas greift immer irgendwen an, auch wenn man genau das vorbeuegen will. Und klar, man kann jemanden drüberlesen lassen (wobei es schon schwer genug ist Betaleser und Korrektoren zu finden ^^), aber ich hab oft genug auch schon Fälle gesehen, wo es ausreicht wenn man als nicht Teil der Minderheit über jene schreibt und die Minderheit fühlt sich angegriffen. Ganz ehrlich - solche Dinge machen mir wirklich Angst, weil ich wirklich nichts Schlechtes will. Für mich gibt es keinen positiven Extremismus. Ich finde auch nicht unbedingt (vom Text bewertet), dass du einer dieser #gegenrassismus 'Anhänger' bist, sondern mehr eine Person, die gegen Rassismus ist. (Der Hashtag war einfach ironisch gemeint :D) Ich weiß nicht, wie ich das am besten erklären soll - ich finde es zum Beispiel toll, dass du und die zwei Mädchen mit dem Dozenten geredet haben. Das ist für mich eine bewusste Aktion gegen Diskrimnation und Rassismus. Aber ich - vielleicht, weil bei diesem Thema mein innerer Pessimist wach wird - habe das Gefühl, mehr Hypocrites vorzufinden. Oder zu viele engstirnige Personen. Ich gebe dir auch Recht, dass wir alle irgendwo rassistisch sind - das habe ich nicht in Frage gestellt. Es geht ja eben um das bewusste und unbewusste rassistisch sein. Für mich sollte nur so ein Thema kein 'Trend' sein. Weil allein das Wort Trend in dem Zusammenhang unfassbar absurd klingt.

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    6. Versteh mich nicht falsch, ich habe selbst in meinem Leben schon das ein oder andere erleben müssen, zumal ich nicht einmal den Luxus einer europäischen Staatsbürgerschaft habe, daher kann ich mich auch, zumindest glaube ich das, gut in die Lage von wirklich Betroffenen versetzen. Aber ich glaube einfach nicht daran, dass es ausreicht am lautesten zu schreien und jedem ein Stempel aufzudrücken. Und aus meiner Sicht tun das nun Mal zu viele. Letzens habe ich eben noch Harper Lees To kill a mockingbird gelesen und ein Zitat im dem Buch wird immer zeitlos bleiben: Man kann Menschen nicht verstehen, solange man nicht in ihren Schuhen gewandert ist.

      Rassismus ist kein Maßstab dafür, Leute in die Gruppen Gut und Böse zu unterteilen. (Bzw. Schlecht und Gut) - was eben zu viele machen und was für mich Rassismus u. a. definiert. Um etwas aus unserem Alltag zu entfernen muss man erst herausfinden, woher dieses Etwas entstammt und wo seine Wurzeln vergraben liegen, um diese einzeln entfernen zu können. (Was ein utopischer Gedanke ist, aber wie gesagt, ich bin ein Optimist)
      Ich habe eine Freundin die gegen LGBT ist - und die gleichzeitig eine der nettesten, unfassbar liebvollsten und fürsorglichsten Menschen ist, die ich kenne. Wie geht man bei solchen Menschen vor? Natürlich mit Empathie. Sie ist strengreligiös und ihre Loyalität gilt Gott. Das kann man aber ändern, nur nicht, in dem man sie böse anschaut. ^^ Am besten ist Kommunikation.
      Am besten ist unmanipulative Kommunikation.
      Am besten ist Klarheit und Offenheit.

      Ich glaub, der springende Punkt ist wirklich, dass ich einfach nicht in diese Gruppierung eingeteilt werden will mit Menschen, die sich bei allem angegriffen fühlen. Ich hab mich auch lange geweigert, mich Feministin zu nennen, obwohl mit dem Begriff an sich absolut nichts falsch ist. Nur das daraus durch einige Extreme ein Witz gemacht wurde, hat mir nicht gefallen - gefällt mir immer noch nicht, nur sehe ich jetzt darüber hinweg und stehe zu mir. Dasselbe mit Veganern oder Vegetariern - oder Fleischessern oder etc. Naja, allgemein alle Menschen die ... sich nicht in ihre gegenseitige Lage versetzen wollen und glauben, Richtig und Falsch definiert zu haben. Aber so funktioniert es nicht. Aaah, ich weiß auch nicht. Ich wäre einfach gern ein Mensch, der Gutes tut ohne dafür verurteilt zu werden, verstehst du? Ich weiß nicht, ob das Sinn ergibt. Aber ich glaube, mir fehlt oft einfach die Rationalität in manchen Argumentationen, daher dieses 'zu emotional'. Wobei man bei solchen Dingen eh kaum Rationalität haben kann ^^'

      Wegen den Autoren: Ich kenne nur die Reaktion von Sarah J. Maas und - wenn ich richtig liege - hat sie auch gesagt, sie wolle keine Diversität forcieren. Was ich eben verstehe.
      Aber ich kann auch schlecht informiert sein. Und bei den anderen Autoren finde ich nichts. Aber naja, ich verstehe komplett, wenn du sie einfach nicht mehr lesen möchtest. Ich boykottiere zugegeben nur jene Künstler, die offenherzig und konkret gegen meine Wertvorstellungen sind oder deren Bücher ich nicht damit vereinbaren kann.


      Danke für die Antwort! :)

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    7. Und entschuldige bitte meine chaotischen Gedanken und die Länge meiner Texte, ich sollte vielleicht erst das Chaos in meinem Kopf sortieren, bevor ich es abtippe xD

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    8. Liebe Mewa,

      kein Grund, sich zu entschuldigen! Im Grunde sehen wir ganz vieles sehr ähnlich, wenn nicht gleich, also danke für deine Gedanken. :) Ich gehe, so mein Eindruck, einfach ein bisschen fordernder mit den Themen um, weil ich glaube, dass sich nicht soo viel ändert, wenn wir nicht hier und da ein bisschen forcieren (auf humane Art und Weise natürlich!). Allerdings finde ich deinen Standpunkt auch sehr einleuchtend. :)
      Liebe Grüße!

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