Rezension: "BZRK" - Michael Grant


Titel: BZRK (BZRK 1)
Autor: Michael Grant
Verlag: INK
Seitenzahl: 408
Preis: 17,99€

Inhalt
Ein Junge, der herausfinden will, warum der Verstand seines Bruders nur noch Brei zu sein scheint. Ein Mädchen, das zusehen muss, wie ihre Familie im Kerosinfeuer verglüht. Ein skrupelloser Hacker, der jeden manipuliert, der ihm zu nahe kommt Menschen, die sich am Rand des Wahnsinns bewegen, und andere, die diesen längst überschritten haben. 
BZRK, das ist die letzte Bastion zwischen uns und der ganz großen Katastrophe. Denn dieser Krieg wird anders sein. Seine Waffen sind winzig, beinahe unsichtbar, absolut tödlich, und niemand kann ihnen entkommen. Die atemberaubende und düstere Vision eines geheimen Krieges der Mikro- gegen die Makro-Welt, gegen unsere Welt. Winzige biotechnologische Nano-Organismen, die dich beschatten, kontrollieren töten. Der Kampf hat längst begonnen! via

Meine Meinung
Zwischen all den historischen und romantischen Romanen brauchte ich mal wieder einen kontrastreichen Ausgleich, für den mir die düstere Zukunftsvision in BZRK wie gemacht schien. Science-Fiction-Thriller für Jugendliche, so wird das Buch eingeordnet und in das Genre passt es wirklich ziemlich gut.
Die Vision, dass es irgendwann mikroskopisch kleine Nanotechnologien gibt, die ein Gehirn so manipulieren können, dass man den Verstand verliert, erschien mir zunächst hochinteressant. Früher wurden Kriege Mann gegen Mann ausgetragen, nun sind wir schon bei Atom- und Wasserstoffbomben angekommen, also kann es doch gut möglich sein, dass die Zukunft ebendiese Nanotechnologien mit sich bringt? Dieser Aspekt hat mich sehr neugierig gemacht, doch tatsächlich war ich ein wenig enttäuscht, als es dann um diese Nanobots ging. Auf der Ebene des Gehirns konnte ich mir das alles doch nicht mehr so gut vorstellen. Mir erschienen einige Sachen zu wenig ausgefeilt, die dies betrafen, was zwar sicher auch daran liegt, dass es sich hierbei um ein Buch für Jugendliche handelt, doch ich hatte mir ein wenig mehr erhofft. Ich musste mich erst einmal daran gewöhnen, dass diese anfangs unheimlich kompliziert erscheinende Technologie doch recht einfach dargestellt wurde.

Was mir außerdem aufgefallen ist – ich habe von vielen Seiten gehört und gelesen, wie brutal das Buch sein soll, was mir aber nicht so vorkam. Natürlich wird nichts beschönigt und es werden auch mal Blut und Knochen und Prügeleien beschrieben, doch so schlimm, dass ich mich beim Lesen selber zusammenkrümme, war es nicht und ohne eine gewisse Gewalt hätte es dem Buch an Authentizität gefehlt.
Dafür haben mir die Charaktere ziemlich gut gefallen. Zwar hatte ich anfangs das Gefühl, dass alle zu sehr in „Gut“ und „Böse“ eingeteilt sind, doch das verflüchtigte sich ab der Mitte. Je mehr Erklärungen ans Licht kommen und je mehr Handlung von den Charakteren ausgeht, desto mehr verschwimmen die Grenzen. Zwar ist keiner der Charaktere ein offenes Buch und richtig hineinversetzen kann man sich auch nicht in einen von ihnen, was nicht zuletzt daran liegt, dass die Perspektive in jedem Abschnitt wechselt, doch diese Distanz passte gut zum Geschehen und zum Genre. Dadurch, dass man nicht absehen konnte, wie welcher Charakter handeln würde, wurde umso mehr Spannung erzeugt.

Diese Spannung zieht sich außerdem durch das ganze Buch. Von Anfang an ist die Spannungslinie ganz oben und bleibt auch genau dort, denn durchgehend passiert etwas Unerwartetes und daraufhin noch etwas und so geht das wirklich bis zum Ende weiter. Das hat mir auch eigentlich echt gut gefallen, doch dadurch habe ich auch eine Steigerung am Ende des Buches, dem Showdown erwartet, die leider nicht kam. Im Gegenteil, es war eher ziemlich ernüchternd und ich hatte das Gefühl, dass Grant das Buch schnell beenden will, weil die Schlussszenen, auf die der Leser die ganze Zeit vorbereitet wird, so schnell vorüber waren. Ich hätte mir ein paar detailreichere Beschreibungen gewünscht, insbesondere von den „Oberbösewichten“, den siamesischen Zwillingen Charles und Benjamin, weil ich diese besonders interessant fand.
Zu guter Letzt der Schreibstil. Dieser ist passend zur Handlung sehr sachlich, kühl und auf den Punkt gebracht, wodurch sich das Buch sehr flüssig lesen ließ.

Fazit
Insgesamt hat mir BZRK doch recht gut gefallen. Auch wenn die Technologien dieser düsteren Zukunftsvision für meinen Geschmack nicht ausgefeilt genug und der Showdown zu kurz waren, hat mich das Buch gut unterhalten und mein Interesse auf den Folgeband geweckt.
Empfehlen kann ich das Buch denjenigen, die durchgehende Spannung, vielseitige Perspektiven und Kampfszenen mögen. Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.


Kommentare

  1. ICH fand das Buch echt schlimm xD Besonders der Anfang :O Ansonsten kann ich deine Rezension sehr gut nachvolliehen ^^ Mir hat es etwas schlechter gefallen, besonders weil ich mit dem "kalten" Schreibstil nicht warm geworden bin :/

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    1. Dann hat das Buch bei mir ja ein gutes neues Zuhause gefunden :D Das mit dem Schreibstil kann ich gut verstehen, ich musste mich auch erstmal daran gewöhnen, dass wirklich kein Raum für große Emotionen oder Identifikationen geschaffen wird :/

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  2. Halli Hallöchen :D (meine Kusine heißt auch Elif =^^= und wollte gerade irgendwie elifabla schreiben aber was solls ;) )

    ALos ich weiß nicht wieso aber wenn das Cover bei mir nicht wirklich stimmt, kann ich das Buch nicht lesen. Es klingt schon interessant (obwohl ich wirklich nicht gerne Thriller lese) doch leider versaut es das COver =____= Trotz allem echt gute rezi und hast jetzt eine neue leseirn ;)
    Achja ich veranstalte gerade auch ein Gewinnspiel auf meinem Blog ;) schau doch mal vorbei :D

    lg

    Alisia

    alisiaswonderworldofbooks.blogspot.de

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    1. Haha, cool :D Mir gefällt der Name deiner Cousine! ;)

      Ouh, okay. Das hör ich auch zum ersten Mal. Naja, soo viel verpasst du ja nicht.

      Liebe Grüße zurück!

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