Rezension: "Aleph" - Paulo Coelho



Titel: Aleph
Autor: Paulo Coelho
Verlag: Diogenes
Seitenzahl: 309
Preis: 19,90€

Dieses Buch habe ich als Rezensionsexemplar von Blogg dein Buch erhalten. 
Ich bedanke mich herzlich beim Diogenes Verlag!

Inhalt 
Innehalten. Nachdenken. Träumen. Sich ausprobieren. Sich neu entdecken. Wach werden. Wagen. Handeln. Gewinnen. Mit ›Aleph‹ beginnt Ihr Leben neu!

Kann man seine Vergangenheit zurücklassen wie einen Bahnhof, aus dem man gerade hinausfährt? Kann man sich selbst neu entdecken wie ein fremdes, neues Land? In der Transsibirischen Eisenbahn begegnet ein Schriftsteller einer jungen Stargeigerin – und gleichzeitig einer dunklen Seite seines früheren Lebens. Er gerät in ein Paralleluniversum, in dem Zeit und Raum zusammenfallen – das ›Aleph‹. Und er erkennt seine Chance, eine alte Schuld zu bewältigen und sein Leben noch einmal neu zu beginnen. via

Meine Meinung 
Paulo Coelho ist einer der heutigen Schriftsteller, bei denen ich mir gut vorstellen kann, dass die Bücher einmal Klassiker sein werden. Doch ich glaube, kein Werk hat mich bisher so sehr beeindruckt wie Aleph. Das liegt wahrscheinlich zum Teil daran, dass das Buch autobiographisch geschrieben ist und Senor Coelho all das genauso erlebt hat.
Damit wären wir aber auch schon beim wichtigsten Punkt. Es glauben nun einmal nicht alle an Reinkarnationen. Und wenn, dann nicht daran, dass man in seine vergangenen Leben „reisen“ kann. Ich bin sehr offen für Spirituelles und finde verschiedene religiöse Ansichten mehr als interessant, aber das war auch bei mir jenseits meiner Vorstellungskraft. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das genauso passiert ist und dass Herr Coelho sein Erlebtes nicht überinterpretiert hat, vielleicht weil ich selber so etwas noch nicht erlebt habe. Aber – das ist andererseits auch das Gute an diesem Buch. Man bekommt Einblick in eine völlig neue Welt, man liest von Ansichten und Gefühlen, die man vorher noch nicht kannte oder nicht in Worte fassen konnte. Worte sind wirklich Coelhos Stärke, das muss man ihm lassen. Schreiben kann er, mitreißen genauso. Mich hätte nicht jede autobiographische Erzählung so sehr mitreißen können. Diese hat es geschafft. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und bin um einige Vorstellungen reicher, ob man diese annimmt, ist eine andere Sache. Man sollte sie zumindest akzeptieren und ernst nehmen, auch wenn es schwer fällt, wenn das Geschehen die Vorstellungskraft übersteigt. Trotzdem hat es bei mir funktioniert, da ich es faszinierend finde, dass ein Mann solche Gedanken so gut in Worte fassen kann.
Zu den Charakteren möchte ich nicht viel sagen. Sie sind sehr interessant, vor allem weil sie ja wirklich so existieren. Trotzdem ist die Konstellation ein bisschen suspekt.

Fazit
Alles in allem.. war ich unschlüssig, wie ich das Buch bewerten sollte. Es hat mich mitgerissen, ohne Frage. Es ließ sich gut lesen und beinhaltete sehr interessante Ansichten. Das Interesse wurde auch dadurch gesteigert, dass das Buch ein paar Wochen aus dem echten Leben des Schriftstellers schildert. Aufgrund dessen könnte man vielleicht denken, dass man sich sehr gut identifizieren kann, aber dem ist – zumindest in meinem Fall – nicht so. Für mich ist es schwer, die Dinge zu glauben, die Coelho erlebt.
Dennoch vergebe ich 4 von 5 Sternen und empfehle es weiter! Es ist auf jeden Fall eine Erfahrung und eine Reise, die es wert ist.

Kommentare

  1. Im Portugiesischen ist es "Senhor" mit h :)
    aber ansonsten eine echt tolle Rezension. Ich kann dir soweit nur zustimmen - mich interessiert das ja auch, aber ich konnte mich mit diesem Buch einfach nicht identifizieren und es nachvollziehen.

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  2. Danke für die Vorstellung - ich hatte das Buch ja auch von BloggDeinBuch bekommen und es hat nun auch endlich den Weg zu mir gefunden - bisher habe ich sehr Gutes und auch einiges Schlechtes davon gehört, aber deine Meinung klingt doch recht gut. Ich werde in den kommenden Tagen mit dem Lesen beginnen und bin schon sehr gespannt.

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