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[Rezension] "Water & Air" - Laura Kneidl

Water & Air - Laura Kneidl - Carlsen - 476 S. - 12,99€ - ISBN: 978-3-551-31544-1 Seit dem Anstieg der Meeresspiegel leben die Menschen in Kuppeln unter Wasser oder in der Luft. Mit ihren achtzehn Jahren hat Kenzie noch nie die Sonne gesehen und ihr Leben in der Wasserkolonie unterliegt strengen Normen. Schließlich hält sie es nicht mehr aus und flieht in eine Luftkolonie, um dort einen Neuanfang zu wagen. Doch dann wird sie zur Hauptverdächtigen in einer mysteriösen Mordserie und nur Callum mit dem geheimnisvollen Lächeln hält zu ihr. Aber nicht nur den beiden droht Gefahr, auch das Schicksal der gesamten Kolonie steht auf dem Spiel. via
Manchmal führt der Weg zu einem Buch über die Autorin - so war es bei mir mit "Water & Air". Hätte ich die Autorin und ihre Vorstellung auf dem Bloggertreffen des Carlsen-Verlags nicht mitbekommen, hätte ich wohl nie zu ihrem Buch gegriffen. Nicht, weil es nicht gut klingt - mein Geschmack ist inzwischen nur einfach ein anderer. Vor …
Letzte Posts

[Rezension] "Unter Weißen" - Mohamed Amjahid

Unter Weißen. Was es heißt, privilegiert zu sein - Mohamed Amjahid - Hanser* - 188 S. - 16,00€ - ISBN: 978-3-446-25472-5 Über unbewusste Privilegien und versteckten Rassismus – auch in Deutschland – aus der Perspektive von einem, der täglich damit konfrontiert ist.
Wie erlebt jemand Deutschland, der dazugehört, aber für viele anders aussieht? Mohamed Amjahid, Sohn marokkanischer Gastarbeiter und als Journalist bei einer deutschen Zeitung unfreiwillig "Integrationsvorbild", wird täglich mit der Tatsache konfrontiert, dass er nicht-weiß ist. Er hält der weißen Mehrheitsgesellschaft den Spiegel vor und zeigt, dass sich diskriminierendes Verhalten und rassistische Vorurteile keineswegs bloß bei unverbesserlichen Rechten finden, sondern auch bei denen, die sich für aufgeklärt und tolerant halten. Pointiert und selbstironisch macht er deutlich, dass Rassismus viel mit Privilegien zu tun hat – gerade wenn man sich ihrer nicht bewusst ist. via

Bereits der Titel von Amjahids Buch &qu…

[Monatsrückblick] April 2017

Kaum lassen sich ein paar Sonnenstrahlen blicken, bin ich wieder motiviert, alles anzugehen. Wie produktiv ich wohl wäre, wenn das ganze Jahr über sonniges, warmes Wetter wäre? Wir werden es wohl nie erfahren - trotzdem bin ich heute motiviert genug, meinen Monatsrückblick zu teilen, auch wenn er mickrig ist.  Von meiner ursprünglichen Leseplanung - Das Nest, Heimsuchungen, Odyssee und Und dann gab's keines mehr - habe ich nur letzteres gelesen. Dazu gesellte sich das Buch Deutschland Schwarz Weiß von Noah Sow, sowie ein Gedichtband von Nayyirah Waheed. 

Das ist fast schon selbstironisch, denn in Und dann gab's keines mehr hat mich der kolonialrassistische Blick sehr gestört - um den es in Deutschland Schwarz Weiß viel geht. Noah Sow beschäftigt sich nämlich als Schwarze Deutsche mit dem Rassismus und den kolonialistischen Nachwehen in Deutschland. Zu beidem schreibe ich meine Gedanken in den nächsten Tagen (hoffentlich - wir müssen auf gutes Wetter bauen!) auf. 
Und dann gab…

Ableismus und ableistische Sprache - warum wir "dumm" und "Idiot" vermeiden sollten

Der Post ist eigentlich schon grundsätzlich problematisch, weil ich als Nichtbetroffene über das Thema spreche. Ich bin mir dessen und der Tatsache, dass ich auf dem Gebiet keine Expertin bin, bewusst. Mein Anspruch ist auch nicht, alles in Bezug auf Ableismus abzudecken. Was mein Anspruch ist: Bloggerkolleg*innen zum kritischeren Lesen zu animieren und dafür ein paar Anhaltspunkte zu liefern. (Leider kenne ich keine deutsche Buchbloggerin, die als Betroffene auf die Problematik aufmerksam macht.) Zuletzt schrieb ich über Rassismus. Demnächst soll es um Intersektionalität gehen. Dafür ist es unabdingbar, Ableismus zu umreißen. Ich habe mich bemüht, möglichst auf betroffene Stimmen und Beiträge aufmerksam zu machen. Falls ich trotzdem scheitere, weist mich gerne darauf hin. Weil ich es aber richtig und wichtig finde, darüber zu reden, habe ich mich dagegen entschieden, den Post ganz sein zu lassen.

Mehr als ein Monat ist vergangen, seit wir über Rassismus geschnackt hatten. Die dort be…

[Off-Topic] Das Grundsatzprogramm der AfD

Ich habe mich bis gestern für eine Hausarbeit mit dem Grundsatzprogramm der AfD auseinandergesetzt und fänd es irgendwie zu schade, meine Ergebnisse unerwähnt zu lassen. Das hier ist und bleibt primär ein Buchblog, aber ich bin ohnehin der Meinung, dass wir Buchblogger*innen politischer werden müssen. Deshalb und angesichts der kommenden Bundestagswahlen folgt jetzt eine kleine Zusammenfassung des Grundsatzprogramms, das ihr übrigens hier lesen könnt. 96 Seiten Spaß!
Grundsatzprogramme sind übrigens eigentlich primär für Parteimitglieder gedacht - erst, wenn es um Partei- und Wahlprogramme geht, richten die sich an eine bestimmte Wähler*innenschaft. Ich habe mir allerdings auch die GSP anderer Parteien angeschaut und festgestellt, das keines so leser*innenfreundlich ist wie das der AfD. Die Vermutung liegt also nahe, dass sich dieses GSP nicht nur an Mitglieder der Partei richtet.  Wir hangeln uns mal einigermaßen chronologisch entlang.  Wir kamen zusammen in der festen Überzeugung, …

[Monatsrückblick] März 2017

Der März war für mich ein toller Lesemonat. Angefangen mit "Ein wenig Leben", welches ich beendet habe und weiteren wirklich guten Büchern, die ich nicht aus der Hand legen konnte. Der beste Beweis ist immer, wenn ein Buch nach dem Lesen so aussieht:



Ein wenig Leben - Hanya Yanagihara (958 S.) [Rezension] ★★★★☆ (4,5)
Ellbogen - Fatma Aydemir (271 S.) [Rezension] ★★★☆☆ (3,5)
Unter Weißen. Was es heißt, privilegiert zu sein - Mohamed Amjahid (177 S.) ★★★★☆ (4,5)
The Hate U Give - Angie Thomas (464 S.) ★★★★★
Zweite Generation - Michel Kichka (110 S.) ★★★★☆ (4,5)
Alle gelesenen Bücher haben mir ziemlich gut bis sehr, sehr gut gefallen. Mein Highlight war The Hate U Give, wozu ich auch noch eine Rezension schreiben werde. Ein Young Adult-Roman, der von A bis Z alles richtig macht und von allen gelesen werden sollte, die sich ein bisschen mit der Thematik auseinandersetzen wollen. 

Ein Sammelbild der Neuzugänge habe ich diesmal leider nicht vorbereitet, aber tatsächlich sind drei…

[Rezension] "Ellbogen" - Fatma Aydemir

Ellbogen - Fatma Aydemir - Hanser* - 271 S. - 20,00€ - ISBN: 978-3-446-25441-1
Content Notes: Suizidalität, Rassismus, häusliche Gewalt, sexuelle Nötigung, Tod, Polizeigewalt
Sie ist siebzehn. Sie ist in Berlin geboren. Sie heißt Hazal Akgündüz. Eigentlich könnte aus ihr eine gewöhnliche Erwachsene werden. Nur dass ihre aus der Türkei eingewanderten Eltern sich in Deutschland fremd fühlen. Und dass Hazal auf ihrer Suche nach Heimat fatale Fehler begeht. Erst ist es nur ein geklauter Lippenstift. Dann stumpfe Gewalt. Als die Polizei hinter ihr her ist, flieht Hazal nach Istanbul, wo sie noch nie zuvor war. via
Inzwischen ist schon eine Weile vergangen, seit ich "Ellbogen" beendet habe und ich bin immer unschlüssiger, wie ich dazu stehe. Während des Lesens und kurz nach dem Beenden war ich sehr angetan. Vorhin habe ich allerdings gemerkt, dass das Buch bei mir keinen wirklichen, bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Und dass ich mich mit ein paar Aspekten schwertue. 
"Ellb…